Antje H.

Sie durchlitt das typische Martyrium eines Kindes, das einen gewalttätigen Vater und eine hilflose Mutter hat: immer wieder wird sie ohne Anlass verprügelt, verhöhnt und gedemütigt. Um sie gefügig zu machen, wird sie stundenlang in den Keller gesperrt oder in den Kofferraum eines Autos. Und natürlich wird sie mißbraucht, jahrelang, immer und immer wieder, mußte sich "zu Übungszwecken" Pornos anschauen und dann dem Vater zu Willen sein.

Mit 15 zeigt sie ihren Peiniger an, kommt in ein Heim. Ihre junge Seele ist zerbrochen, sie hat Depressionen und Angstattacken, erträgt Dunkelheit nicht mehr- sie kann nur noch tagsüber auf die Strasse. Sie hat keinerlei Selbstwertgefühl, versucht zwei Mal, sich umzubringen. Sie leidet unter Bulimie, verletzt sich selbst, seit 1982 ist sie permanent in psychologischer Behandlung.