Marcel H.

Als Kind wurde er 10 Jahre lang von seinem Onkel schwer sexuell mißbraucht. Niemand hilft ihm über all die Jahre, niemand will es wohl wahr haben. Die Folgen sind Depressionen, Angstzustände, massive Schlafstörungen und schließlich ein Selbstmordversuch, der nur ganz knapp scheitert.

Erst 2005, mit 25 Jahren, findet er die Kraft, den Onkel anzuzeigen. Dieser versucht zuerst, ihn zu erpressen und dann, sein Schweigen zu kaufen. Er bleibt standhaft, doch der folgende Prozess ist die Hölle. Der Onkel streitet alles ab, in stundenlangen Vernehmungen muß er alles noch einmal bis in die schrecklichen Details schildern und somit noch einmal die Qualen und Demütigungen durchleben. Er erleidet eine Re-Traumatisierung, wird erst vorübergehend, dann dauerhaft arbeitsunfähig.